Juncus subnodulosus im Manderener Tal, Nachtrag aus 2005

Datum: 

23.07.2005

Ort: 

Manderen (Lothringen)
Bei einer Exkursion zur Kartierung der Gefäßpflanzen auf Blatt 6504 Perl konnte am 23.07.2005 ein größerer Bestand der Stumpfblütigen Binse (Juncus subnodulosus) beobachtet werden. Die Art wächst hier auf einem ausgedehnten Quelltuffkegel bei Manderen (Siercker Moselengtal, Lothringen) (6405), der sich heute in einer großen Viehweide befindet.

Foto: Juncus subnodulosus

 

Juncus subnodulosus Juncus subnodulosus wurde in den Muschelkalkgebieten des westlichen Saarlandes und angrenzenden Lothringens bisher nur sehr selten gefunden.
Im "Atlas der Gefäßpflanzen des Saarlandes" (Haffner, Sauer & Wolff, o. J. [1979]) gibt Haffner die Art für zehn Messtischquadranten im westlichen Bereich des Saarlandes an. Er scheint die Art dort jedoch selbst nur an wenigen Stellen beobachtet zu haben.
In den "Geobotanischen Untersuchungen im Saar- Mosel- Raum" (Haffner 1990) schreibt er zur lokalen Verbreitung: "Heute sind im Fundgebiet alle Fundstellen erloschen. Früher auf Schlammgelände im Bereich der unteren Saar."
Auch in der "Flora von Trier" (Rosbach 1880) gibt es keine Fundmeldung zu Juncus subnodulosus (damals J. obtusiflorus) für die westlichen Muschelkalkgebiete des Saarlandes.
Sauer (1993) kannte die Stumpfblütige Binse aus dieser Region nicht. Im Bliesgau hingegen hat Juncus subnodulosus noch mehrere zum Teil größere Fundstellen.

In Lothringen ist die Art insgesamt auch eher selten. Sie findet sich gelegentlich in basenreichen Quellbereichen und Kalkquellmooren. Individuenreiche Bestände sind beispielsweise von Faux-en-Forêt (Moselle) und Pagny-sur-Meuse (Meuse) bekannt.
Foto: Juncus subnodulosus, Blütenstand    
 

Foto: Blick vom Kalktuff in Manderener Tal. Blühaspekt des Wasserdostes (Eupatorium cannabinum)

Autor(en): 

C. Schneider, Th. Schneider, P. Groß

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