Über uns

Band 48

Letzter Abgabetermin für Manuskripte:

31.03.2023

Abhandlungen

Die DELATTINIA - Naturforschende Gesellschaft des Saarlandes - ist eine Vereinigung von ehrenamtlich tätigen Naturforschern, die sich mit der Erfassung der Flora und Fauna des Saarlandes und seiner Grenzregionen beschäftigt. Der Verein besitzt entomologische und botanische Belegsammlungen, die in die landeseigenen naturhistorischen Sammlungen am Zentrum für Biodokumentation des Saarlandes integriert sind. Einer wissenschaftlichen Aufarbeitung des Sammlungsmaterials und dessen Ergänzung durch Erwerb weiterer regionaler Sammlungen ist der Verein satzungsgemäß verpflichtet.

Regelmäßig werden wissenschaftliche Publikationen zur naturkundlichen Erforschung der Region in den Abhandlungen der Delattinia publiziert. Ältere Bände diese Reihe und der Vorgängerreihen können auch online eingesehen werden.

Fachvorträge aber auch naturkundliche Reiseberichte gibt es in den regelmäßigen Monatstreffen, Termine dazu liegen im Allgemeinen am ersten Donnerstag eines Monats. Darüberhinaus bietet die DELATTINIA in unregelmäßigen Abständen Exkursionen zu unterschiedlichen Themen und Zielen an. Die Jahreshauptversammlung im November bietet neben Vorträgen die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches der Mitglieder. 

Neuerscheinung: Ausgabe 2022 der Roten Listen des Saarlandes

Rote Listen fassen in regelmäßigen Abständen das gesamte Wissen über die gefährdete Natur in komprimierter, lesbarer und verständlicher Form zusammen. Die soeben erschienene, aktuelle Ausgabe für das Saarland listet auf fast 1000 Seiten mehr als 11.000 Tier-, Pflanzen-, und Pilzarten aus 30 Organismengruppen auf. An der Erstellung waren nahezu 100 Artengruppenspezialisten und - spezialistinnen beteiligt. 

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und DELATTINIA (Hrsg.) (2022): Rote Liste gefährdeter Pflanzen, Pilze und Tiere des Saarlandes, Atlantik-Reihe, Band 6.1 (Flora) und 6.2 (Fauna)

  • Band 6.1, 462 Seiten: Einleitung und Methodik; Gefäßpflanzen; Moose; Armleuchteralgen; Flechten; Pilze; Pflanzengesellschaften.
  • Band 6.2, 482 Seiten: Fledermäuse; Brutvögel; Reptilien; Amphibien; Fische und Rundmäuler; Felsenspringer; Eintagsfliegen; Libellen; Steinfliegen; Waldschaben; Heuschrecken und Fangschrecken; Wanzen; Netzflüglerartige, Kamelhalsfliegen, Schlammfliegen und Hafte; Laufkäfer; Köcherfliegen; Tagfalter und Widderchen; Nachtfalter; Skorpionsfliegen; Ameisen; Wildbienen; Grundwasserkrebse; Webspinnen; Weberknechte; Egel; Schnecken und Muscheln.

Nach einem vom Bundesamt für Naturschutz erarbeiteten Konzept werden 31 Tiergruppen oder 11997 Taxa gelistet. Etwa ein Drittel der Tier-, Pflanzen- und Pilzarten des Saarlandes sind in ihrem Bestand gefährdet oder bereits ausgestorben. 

Ab sofort über das Ministerium für Umwelt oder die DELATTINIA erhältlich, 60 € für beide Bände, 35 € für den Einzelband.

Naturkundliche Beobachtungen in Westaustralien.

Monatsvortrag
Naturkundliche Beobachtungen in Westaustralien.

Ort: 

Landsweiler-Reden, Seminarraum des ehemaligen Zechengebäudes der Grube Reden

Datum: 

Donnerstag, 8. September 2022

Uhrzeit : 

19:00

Beschreibung: 

Der Bundesstaat Western Australia bedeckt fast ein Drittel des australischen Kontinents, ist 7-fach so groß wie Deutschland und mit Ausnahme der Region um Perth fast menschenleer. Für Naturfreunde ist das Gebiet mit seinen über 13.000 Blütenpflanzen- und 550 festgestellten Vogelarten noch ein Geheimtipp.
Im australischen Frühling des Jahres 2019 - von Ende August bis Mitte Oktober - reisten die Autoren 7 Wochen durch das Land. Der Vortrag behandelt den ersten Teil der Reise nördlich der Hauptstadt Perth. Der große botanische Garten Kingspark gab einen ersten Einblick in Fauna und Flora Westaustraliens. Dort wachsen verschiedene Eukalyptusbäume und die typischen Pyrophyten, also Feuerpflanzen wie brandresistente Grasbäume und Banksia-Arten, deren verholzte Samenstände sich bei Buschfeuern öffnen und deren Blüten von Nektarvögeln bestäubt werden.  

Die Reiseroute führte dann von Perth an der Westküste nach Norden zu einer Kette von Nationalparks. Der erste war der idyllische Yanchep mit Koalas, Wasservögeln und verschiedenen Papageien-Arten. Es folgte die Pinnackle-Wüste mit bizarren Kalksteinsäulen und der Thetis-See mit lebenden Mikro-Fossilien der Urzeit, die Bio-Sedimentgesteine formen. Eine Wanderung durch das Buschland des Lesueur-Nationalparks erschloss einen Hotspot von Blütenpflanzen, die an die armen Böden angepasst sind. In dem folgenden Kalbarri-Park kletterten Fels-Kängurus in Schluchten von uralten Sandsteinfelsen. In der Bucht von Monkey Mia am Indischen Ozean, schwammen Delfine, Seekühe und Meeresschildkröten. Im Nationalpark Francois Peron und auf der Fahrt durch das Outback kreuzten Reptilien wie Skink und Waran die roten Sandpisten. An der schlammigen Küste von Carnarvon wucherten Mangroven. Auf einer Boostour bei Exmouth ließen sich  springende Buckelwale beobachten. Es folgte eine  Gewalttour mit Geländeauto durch das menschenleere Outback zum Eco-Retreat von Karijini, wo man in grünen Schluchten mit Wasserfällen durch ein trockenes Hochplateau wandern kann. Nach einer Fahrt durch weitere Wüsten der Pilbara endete dieser Teil der Australien-Reise an der tropischen Nordwestküste Australiens in Port Hedland

 

Weißohr-Honigfresser auf Banksia sessilis, endemisch in Westaustralien, am 26.8.2019. Foto: Barbara Froehlich-Schmitt

 

Karijini-Nationalpark am 14.9.2019 Foto: Barbara Froehlich-Schmitt

Der Naturpark Saar-Hunsrück. Eine Nationale Naturlandschaft mit vielen Facetten

Monatsvortrag
Der Naturpark Saar-Hunsrück. Eine Nationale Naturlandschaft mit vielen Facetten

Ort: 

Landsweiler-Reden, Seminarraum des ehemaligen Zechengebäudes der Grube Reden

Datum: 

Donnerstag, 12. Mai 2022

Uhrzeit : 

19:00

Beschreibung: 

Der länderverbindende Naturpark Saar-Hunsrück ist Teil der Nationalen Naturlandschaften (NNL). In diesem Bündnis bewahren die deutschen Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete, gemeinsam mit den Menschen auf rund einem Drittel der Fläche Deutschlands faszinierende Natur, vermitteln Freude beim Erleben der Natur und gestalten die Zukunft mit Zuversicht nachhaltig.

Zusammen mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald stellt der Naturpark ein funktionales Schutzgebietssystem dar. Mit dem Naturjuwel Saarschleife, dem einzigartigen nationalen Geotop mit seinen schützenswerten Tier- und Pflanzenarten, dem Felsenplateau und der Klause von Kastel-Staadt sowie dem keltischen Ringwall in Otzenhausen sind im Naturpark Saar-Hunsrück herausragende Kulturjuwele von europaweiter Bedeutung vereint.

Natur erlebbar machen, touristische Impulse setzen und die Kulturlandschaft durch Nutzung und Genuss zum Nutzen für Mensch, Natur und Klima zu gestalten und zu erhalten, das sind die Ziele des Naturpark Saar-Hunsrück.

Hier erwarten Sie faszinierende Erlebnisse in einer herrlichen Natur- und Kulturlandschaft mit artenreicher Flora und Fauna und kulturellen Zeugnissen der Kelten und Römer.

 

Spanische Flagge, diese Schmetterlingsart aus der Familie der Bärenspinner, ist auch im nationalen Geotop Saarschleife beheimatet. Foto: NPSH-VDN-Fotoportal Siegfried A. Walter

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Verbundprojekt FörTax startet jetzt: Förderung der Ausbildung von Artenkennerinnen und Artenkennern

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) übergab am 01.09.2020 im Museum Koenig in Bonn offiziell den Bewilligungsbescheid für das Projekt „FörTax - Förderung von taxonomischem Wissen als Grundlage für den Naturschutz“ 

Gemeinsam mit dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (Museum Koenig), der Fachdidaktik Biologie der Universität Bonn und der DELATTINIA startet das ein umfassendes Projekt zur Analyse, Erfassung und Entwicklung von Bildungsangeboten zur Taxonomie von Flora und Fauna.
 
Frau Prof. Dr. Beate Jessel wünschte dem Team für das ehrgeizige Projekt viel Erfolg. 

SAKA ist startklar!

Die Saarländische Akademie für Artenkenntnis steht in den Startlöchern und wartet auf das ersehnte Ende der Beschränkungen durch die Pandemielage. 
In den letzten Monaten galt unser Fleiß der Beschaffung und dem Aufbau der nötigen Infrastrukturen sowohl für unser Büro, als auch für unseren Kursraum. Alle erforderlichen Materialen und die Ausstattung zur Durchführung der Kurse stehen bereit und wurden im Rahmen eines internen Mooskurses bereits getestet. Der nächste Arbeitsschritt sieht die Einbindung der Dozenten und Dozentinnen und die (wage) Planung der Kurstermine vor.

Faunistisch-Floristisches Informationsportal Saarland (FFIpS) Online

Seit Oktober 2017 ist das Faunistisch-Floristische Informationsportal des Saarlandes und der Saar-Mosel-Region für die Allgemeinheit freigeschaltet.  FFIpS ist ein Online-Kartierportal der DELATTINIA das sich gleichermaßen an Vereinsmitglieder der DELATTINIA als auch an andere an der Erfassung der biologischen Vielfalt der Region interessierte Personen richtet. 

Sie können auf FFIpS eigene Beobachtungen zu Vorkommen von Tieren und Pflanzen im Saarland und in der Saar-Mosel-Region aber auch darüber hinaus eingeben und auch eine Vielzahl von Informationen über Verbreitung und Vorkommen von Arten recherchieren. 

FFIpS wird laufend erweitert. Zur Zeit sind die Artengruppen der Höhere Pflanzen, Moose, Heuschecken, Amphibien- und Reptilien, Tagfalter und Widderchen sowie Libellen integriert, ist vorgesehen im Laufe der Zeit Erfassungs-und Auswerteformulare für weitere Artengruppen zur Verfügung zu stellen.

Die Vorkommen des Moorglöckchens (Wahlenbergia hederacea) im Saar-Ruwer-Hunsrück - Ergebnisse der Neuinventarisierung

Wahlenbergia_hederacea

Das Moorglöckchen (Wahlenbergia hederacea), auch Efeublättriges Moorglöckchen oder Moosglöckchen genannt, ist die Charakterpflanze des westlichen Teils des Hunsrücks. Im Rahmen der Floristischen Kartierung des Saarlandes auf Initiative von Prof. Dr. Rüdiger Mues, dem langjährigen Vorsitzenden der Delattinia, und des Nasswiesen-Projektes des NABU Saarland sollen die heute noch vorhandenen Vorkommen der Art im diesen Teilareal neu inventarisiert werden. Erste Ergebnisse werden hier präsentiert.

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